Ein Jahr.
Langsam wird es Zeit. Das Jahr möchte gehen. In den verdienten Ruhestand. Den hat es sich auch wirklich verdient. Es war ja auch 365 Tage für uns da, egal ob schönes Wetter oder schlechtes, egal ob morgens, abends oder völlig betrunken mitten in der Nacht, es war einfach immer da. Ohne sich aufzuregen oder etwas zu werten. Es war immer da und machte einfach weiter.
Ich möchte jetzt nicht noch auf den typischen Ereignissen rumreiten, ihr wart doch eh alle dabei. Warum also nochmal das rauskramen, was eh jeder weiß und selbst viel besser erklären kann? Dann lieber einfach nochmal in sich gehen, das Jahr resümieren und sich dann auf das neue Jahr freuen.
Oder meinem 2006 zuhören. Mein Jahr 2006 war nämlich durchaus einfach nur ein Jahr, dass es so wohl nie mehr geben wird. Viel ist passiert. Und das obwohl am Anfang des Jahres nichts passierte. Nichts in dem Sinne, dass einfach nichts los war mit mir. Ich war zwar Anfangs noch in einem Praktikum in einer Redaktion, das hörte allerdings auch irgendwann auf und ich stand wieder vor dem Nichts. Bis ich irgendwann einfach nicht mehr vor dem Nichts stehen konnte. Ich konnte einfach nicht mehr in die Zukunft blicken und einfach nur Nichts sehen. Es musste sich was ändern und ich sagte dem Nichts den Kampf an. Getragen von zu vielen Vorstellungen, Wünschen und Träumen arbeitete ich an mir. Nicht nur an mir, an einfach allem was mit mir zu tun hatte. Ich musste und wollte mich ändern. Also begann diese Veränderung auch. Wie und warum das so kam, kann ich eigentlich gar nicht richtig datieren, aber es gab so einige prägende Schlüßelerlebnisse, die einfach einen riesen Schlater in mir zum umkippen brachten. Im Nachhinen war der noch nicht mal so groß, aber er war da und musste betätigt werden. Mit der Hilfe von so vielen Leuten hab ich das dann auch geschafft. Und seitdem passiert sowas ständig, immer und immer wieder merke ich wie sich diese Prozedur hinzieht: Heute bin ich nicht mehr der von Gestern und Morgen dann doch wieder. Aber es geht vorran. Und das so unglaublich gut, dass es mir selbst ab und zu unheimlig ist. Und trotzdem geschah das alles in diesem Jahr und irgendwie konnte es auch nur in diesem Jahr geschehen. Bestimmt nicht zu früh, aber mit Sicherheit auch nicht zu spät. Und das Jahr hat einfach mitgeholfen bei dem Ganzen. War, wie gesagt, einfach immer da und lief weiter. Manchmal zu schnell, manchmal einfach viel zu langsam und manchmal passte einfach alles. Dennoch waren das Jahr 2006 und ich gute Kumpel, wir haben ne Menge erlebt. Das kann ich nicht von allen Jahren behaupten. Und deshalb bleibt dieses Jahr in meiner Erinnerung, wird nich gelöscht oder verdrängt, sondern mit einem dicken gelben Post-It beklebt, auf dem steht: „Das Beste Jahr 2006 aller Zeiten!“
Vielen Dank.
Und jetzt ist es müde das Jahr. Müde von all den Strapazen, all den Erlebnissen und all den Wundern, die ihm passierten. Verdient Müde. Schließlich war es das wohl beste Jahr 2006 aller Zeiten!
Tja, ein paar Jahre werden ja noch kommen und da wird dann immer mehr Schalter umfliegen.
Trotzdem freuts mich wenn es doch mal mit einer positiven Bilanz weitergehen kann.
Bau auf, schieb an und vor allem vertrau auf Dich!
Guten Rutsch…
aleX
Yo, digga, besser könnte ich es auch nicht schreiben. Ich fand’s gut, dass 2006 immer dabei war. Die alte hat nämlich viel zu erzählen…